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Babylons Kinder
Ein Dokumentarfilm von Karin Graf und Safiye Karaca
Eine Diplomarbeit der 5 DHKUF, HTBLVA Graz Ortweingasse
Schuljahr: 2007/2008
Abteilung für Film, Video und Multimedia-Art
Die Dokumentation beleuchtet das Thema Integration aus der Sicht 6-14 Jähriger und beschäftigt sich mit Vorurteilen, Ängsten aber auch Vorteilen.
Die verschiedenen Kulturen, Sprachen und Religionen sind heutzutage ein sehr aktuelles Thema. Deshalb begeben wir uns an eine Haupt- und Volksschule in Graz mit einem sehr hohen Anteil an mehrsprachigen Schülern. Dort wollen wir das alltägliche Schulleben dokumentieren. Welche Probleme treten auf wenn in einer Klasse fünf verschiedene Sprachen gesprochen werden? Wie gehen Lehrer und Eltern damit um? Was passiert wenn so viele Kulturen aufeinander treffen? In der NMS St. Andrä werden 13 verschiedene Sprachen unterrichtet. So wie österreichische Kinder Deutschunterricht haben, so besuchen ca. 500 Kinder mit einer anderen Erstsprache als Deutsch zusätzlich den Unterricht in ihrer Muttersprache.
Auch in der Volksschule Hirten wird verschiedener Religionsunterricht angeboten. Hier besuchen 101 Schüler den Islamischen, 8 den Orthodoxen, 5 den Evangelischen und nur 30 den Katholischen Religionsunterricht. Welche gesellschaftlichen Veränderungen wird es in der Zukunft geben und wie werden wir damit umgehen?
Durch kulturelle und sprachliche Unterschiede können zwischen Kindern Probleme entstehen: Viele fühlen sich als Außenseiter (österreichische genauso wie nicht- deutschsprachige), wissen nicht genau wo sie hingehören und durch diese Verwirrung entstehen oft Aggressionen und Minderwertigkeitsgefühle. Ist den Kindern mit einer anderen Muttersprache als Deutsch klar, dass viele Menschen ihre Familie als Störung empfinden, Vorurteile haben und diese „Ausländer“ nicht in Österreich haben wollen? Ist den österreichischen Kindern klar, dass es solche Menschen gibt? Sind die Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, stolz auf ihre Herkunft? Wären sie lieber in ihrer Heimat (bzw. haben sie überhaupt einen Bezug dazu oder fühlen sie sich bereits als Österreicher/innen)
Es gibt eindeutig viele Probleme in unserer Gesellschaft und Kinder haben die Fähigkeit, diese Probleme beim Namen zu nennen, ohne auf den politisch richtigen Ausdruck zu achten und sind ehrlich genug, auch alles auszusprechen, was ihnen durch den Kopf geht. Sobald man mit etwas Unbekanntem zu tun hat, können Ängste entstehen. Deshalb ist es wichtig, durch Kennenlernen und Erfahrungen Wissenslücken zu schließen und diese Ängste zu überwinden. Wann wird einem Kind bewusst, dass es andere Kulturen, Religionen und Sprachen gibt? Was heißt „alle Menschen sind gleich“? Unterschiede machen das Menschsein aus, bringen uns aber auch schnell dazu, zu werten: Ist das richtig oder falsch?
Hier gibt es ein paar Fotos aus dem Film.
Beteiligte Schulen
VS Hirten und NMS St. Andrä
Beteiligte Lehrer
Enrico Jakob
Wolfgang Scherz
Finanzierung
Aufgebracht durch Eigenmittel und Sponsoren Zeitraum Jänner – Mai 2008 |